Die 5 Elemente Theorie der traditionellen chinesischen Naturheilkunde

 

In den uralten Weisheitsschriften Chinas wird die Entstehung unserer Welt folgendermaßen beschrieben:

Das unergründliche Tao (der “Weg“) schuf die Einheit.

Die Einheit gebar die Polaritäten Yin und Yang und als diese sich von der Einheit trennten, entstand durch Bewegung der Himmel und die Erde.

Diese wiederum erzeugten die 5 Elemente - Feuer, Erde, Wasser, Metall & Holz - deren 5 unterschiedlichen elementaren Kräfte  sich andauernd im Verhältnis zueinander wandeln. Und so entstanden die 10.000 Wesen, also alles was in der Welt existiert.

In dieser Jahrtausende alten Geschichte sind es diese 5 Elemente (Wirkkräfte), die uns Menschen am direktesten beeinflussend. Sie beinhalten als Yin Prinzip unsere seelischen und emotionalen Eigenschaften und als Yang Prinzip unsere körperlichen Qualitäten, die miteinander in einem dauernden Wechselspiel in uns sind. Zusammen mit dem Rhythmus unseres Atems – entfaltet sich daraus unsere Lebensenergie (= „Lebens Chi“).

Ob unser Leben harmonisch oder recht unharmonisch abläuft, ist nach traditioneller naturheilkundlicher Sicht der Chinesen sehr stark geprägt durch den Prozess des Zusammenspieles dieser 5 elementaren Kräfte in uns und in unserem Umfeld. Wir können den Wandel und die Qualität der 5 Elemente beim Kochen, der Raumgestaltung, in der Medizin - wo sie als Grundlage aller 13 Fächer der traditionellen Chinesischen Medizin gelten - und vielen weiteren Bereichen unseres täglichen Lebens beobachten und bei Bedarf (wenn wir ein Ungleichgewicht feststellen), entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Bei der Suche nach unserer „Mitte“(Balance), gilt es zu beachten, dass jeder von uns als individuelles Lebewesen auf bestimmte Elemente stärker körperlich und auf andere intensiver seelisch reagiert, ganz nach seinem Charakter und seiner Konstitution. Wenn wir also die Wirkungsweise und die Zugrundeliegenden Prinzipien der 5 Elemente ein wenig verstehen lernen, können wir damit auf unser Leben einen harmonisierenden oder heilenden Einfluss ausüben.

Die 5 Elemente und ihre zugeordneten Eigenschaften:

Holz:

Holz bedeutet das Sprießen und Wachsen in der Pflanzenwelt. Hört der Wandel auf kommt es zum Stillstand, Verdichtung und oft zum Zerbrechen. So finden wir als Wesenszüge Heiterkeit, Gelassenheit aber auch Wut. Die Pflanzenwelt dient der gesamten Tierwelt als Brennstoff (Nahrung) und das Holz nährt das Feuer.

Feuer:

Feuer ist das Symbol des Verbrennens. Sein Emotionales Wesen ist Leidenschaft, Freude und wohlwollende Freundlichkeit (Zuneigung). Aus dem Feuer geht als Asche die Erde hervor.

Erde:

Erde ist die haltende und nährende Kraft in der Welt. In ihrem Wesen finden wir Vernunft aber auch tiefes Grübeln und Gedankenmuster. Durch Verdichtung und Zeit bringt sie das Element Metall hervor.

Metall:

Metall ist klar, scharf und rein. Es kann sowohl schützen als auch verletzten. In seinen Wesensaspekten beinhaltet es Achtsamkeit, Ehrlichkeit aber auch Trauer. Am Metall entsteht durch Kondensation Wasser. So fördert es die Entstehung von Wasser.

Wasser:

Wasser kann sowohl sanft und fest sein, es birgt in der Tiefe und auch im emotionalen Bereich enorme Stille und Ruhe. Durch seine dunklen und kühlen Eigenschaften kann es sich auch als Angst offenbaren. Wasser nährt die gesamte Pflanzenwelt und damit das Holz.

Die 5 Elemente stehen in einem nährenden oder zehrenden Verhältnis zueinander, können kontrollierend, schwächend oder auch fördernd wirken.

Die 5 Elemente und ihre Eigenschaften im Überblick:

  Holz Feuer Erde Metall Wasser
Gefühle Wut übermäßige Freude Grübeln Trauer Angst
Laute schreien lachen singen weinen stöhnen
Verhalten Milde Erregt Genießerisch Betrachtend Zurückgezogen
Organe - Yin Leber Herz / Sexualität-Kreislauf Milz Lunge Niere
Organe - Yang Galle Dünndarm / 3 fach-Erwärmer Magen Dickdarm Blase
Sinnesorgane Augen Zunge Mund Nase Ohr
Sinneswahrnehmung sehen sprechen schmecken riechen hören
Geschmacksrichtungen sauer bitter süß scharf salzig
Farbe Grün, blau Rot, organge Gelb, braun Weiß, silber Schwarz, indigo
Körpergewebe Sehnen Blutgefäße, Adern Muskeln Haut, Haare Knochen
Körperflüssigkeiten Tränen Schweiß Speichel Schleim Urin
Himmels-Richtung Ost Süd Mitte West Nord
Jahreszeit Frühling Sommer Spätsommer Herbst Winter
Tageszeiten Morgen Mittag Nachmittag Abend Nacht
Witterungen Wind Hitze Feuchtigkeit Trockenheit Kälte
Umwandlungsphase Zeugung, Blüte Wachstum Reife Ernte Speichern
Wandlungsphasen schwaches Yang starkes Yang Ausgeglichenheit schwaches Yin starkes Yin
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